Mit der Richtlinie 2001/110/EG wurde erstmals die Vermarktung von „Gefiltertem Honig“ zugelassen. Diesen Erzeugnissen werden Kristallisationskeime und damit die Pollen entzogen. Die botanische und geographische Herkunft eines Honigs mittels mikroskopischer Pollenanalyse ist nach der Filtration nicht mehr feststellbar, und Beimischungen von billigen, filtrierten Honigen zu Sortenhonigen können nicht nachgewiesen werden.
Gefilterter Honig in Honigmischungen nachweisbar
In einem in der Wissenschaftszeitschrift Apidologie veröffentlichten Beitrag wurde eine analytische Methode vorgestellt, um in Honigmischungen einen illegalen Zusatz von filtrierten Honigen festzustellen.
Filtrierter Honig
Methode zum Nachweis von gefiltertern Honig vorgestellt
Klaus Beckmann, Gudrun Beckh, Cord Luellmann und Karl Speer haben ein Verfahren zum Nachweis von gefiltertem Honig in Honigmischungen entwickelt.
Vergleichende Versuche von gefilterten und ungefilterten Honigen zeigten zunächst, dass die Enzymaktivitäten, vor allem die der Saccharase, durch einen derartigen Prozess verringert wurden. Der Gesamtproteingehalt der Honige nahm hingegen kaum ab.
Daraufhin wurde eine Methode zur gelchromatographischen Trennung der Honigenzyme entwickelt. In den Chromatogrammen konnten signifikante Veränderungen der Enzym- bzw. Proteinfraktionen durch den Filtrationsvorgang beobachtet werden.
Im nächsten Schritt wurden die Proteine der Saccharase aufgetrennt und die Banden mithilfe der Densitometrie (Densitometrie ist die quantitative Messung der Farbdichte, das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit) analysiert. Es zeigten sich deutliche Unterschiede in der Farbdichte der Banden zwischen gefilterten und ungefilterten Honigen.
Das bedeutet, dass Zusätze von gefiltertem Honig ab ca. 15% in Abhängigkeit von den Honigsorten erkannt werden können.
Originalartikel: Characterization of filtered honey by electrophoresis of enzyme fractions
Caractérisation du miel filtré par électrophorèse d’enzymes fractionnés.
Charakterisierung von gefiltertem Honig mittels Elektrophorese von Enzymfraktionen
Klaus Beckmann1, Gudrun Beckh1, Cord Luellmann1 and Karl Speer2
1 Institut für Innovationen im Lebensmittel- und Umweltbereich e.V., Flughafendamm 9a, 28199 Bremen, Germany
2 Technische Universität Dresden - Professur für Spezielle Lebensmittelchemie und Lebensmitteltechnologie, Bergstr. 66, 01602 Dresden, Germany .
Vergleichende Versuche von gefilterten und ungefilterten Honigen zeigten zunächst, dass die Enzymaktivitäten, vor allem die der Saccharase, durch einen derartigen Prozess verringert wurden. Der Gesamtproteingehalt der Honige nahm hingegen kaum ab.
Daraufhin wurde eine Methode zur gelchromatographischen Trennung der Honigenzyme entwickelt. In den Chromatogrammen konnten signifikante Veränderungen der Enzym- bzw. Proteinfraktionen durch den Filtrationsvorgang beobachtet werden.
Im nächsten Schritt wurden die Proteine der Saccharase aufgetrennt und die Banden mithilfe der Densitometrie (Densitometrie ist die quantitative Messung der Farbdichte, das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit) analysiert. Es zeigten sich deutliche Unterschiede in der Farbdichte der Banden zwischen gefilterten und ungefilterten Honigen.
Das bedeutet, dass Zusätze von gefiltertem Honig ab ca. 15% in Abhängigkeit von den Honigsorten erkannt werden können.
Originalartikel: Characterization of filtered honey by electrophoresis of enzyme fractions
Caractérisation du miel filtré par électrophorèse d’enzymes fractionnés.
Charakterisierung von gefiltertem Honig mittels Elektrophorese von Enzymfraktionen
Klaus Beckmann1, Gudrun Beckh1, Cord Luellmann1 and Karl Speer2
1 Institut für Innovationen im Lebensmittel- und Umweltbereich e.V., Flughafendamm 9a, 28199 Bremen, Germany
2 Technische Universität Dresden - Professur für Spezielle Lebensmittelchemie und Lebensmitteltechnologie, Bergstr. 66, 01602 Dresden, Germany .
24.06.2010