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Biene Österreich//Neuigkeiten//

2. Zwischenbericht zum Projekt Melissa

Auf der Forschungsplattform DaFNE wurde der 2. Zwischenbericht zum Projekt Melissa vorgelegt. Anbei die Ergbnisse.

Melissa 2. Zischenbericht - vorläufige Ergebnisse

Im Jahr 2010 wurden dem Institut für Bienenkunde für den Zeitraum zwischen Auswinterung und Berichtsstichtag (23.6.2010) aus 64 Imkereibetrieben Vergiftungsverdachtsfälle gemeldet. Die betroffenen 80 Bienenstände verteilten sich auf 5 Bundesländer. Die Mehrzahl der Imker vermutete einen Zusammenhang mit dem Maisanbau, aber auch mit einem Pflanzenschutzmitteleinsatz in anderen Kulturen (z.B. Raps, Obst, Wein). Bienenfrevel wurde in 2 Fällen als Schadursache vermutet. Ob die beobachteten Bienenschäden tatsächlich auf Insektizideinwirkung oder Bienenkrankheiten zurückzuführen sind, kann erst nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse bewertet werden.
Von den Vergiftungsverdachtsfällen waren nicht alle Bundesländer bzw. Bezirke mit Maisanbau gleichermaßen betroffen, sondern es zeigte sich ein regional gehäuftes bzw. auch vereinzeltes Auftreten. Die Symptome an den betroffenen Bienenvölkern zur Zeit der Maisaussaat ähnelten denen des Vorjahres, auch gab es wieder ein zeitliches Zusammentreffen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Periode des Maisanbaues.
Auffällig waren im Jahr 2010 vermehrt vorgebrachte Meldungen über flugunfähige Krabbler, die in vielen Fällen erst nach der Maisaussaat über einen gewissen Zeitraum aufgetreten waren.
Das Ausmaß der Bienenverluste war laut Aussagen der meisten Imker im Jahr 2010 geringer und die Dauer der Symptome kürzer als im Jahr 2009.
Eine exakte Bewertung der Wirksamkeit der behördlich vorgeschriebenen Maßnahmen und Auflagen für die Aussaat von insektizidgebeiztem Mais- und Kürbissaatgut kann für das Jahr 2010 erst erfolgen, wenn die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen vorliegen.

Die Ergebnisse sind auf der Forschungsplattform "DaFNE" veröffentlicht.
DaFNE ist der Name der Forschungsplattform des Lebensministeriums und entsteht aus der Abkürzung der Bezeichnung "Datenbank für Forschung zur Nachhaltigen Entwicklung". Die web-basierte Plattform DaFNE (www.dafne.at) hat das vom Bundeskanzleramt verliehene E-Government Gütesiegel erhalten.



07.07.2010