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Optimierung der Varroa-Managementstrategie: Forschungsprojekt zur Bekämpfung der September-Reinvasion im Raum Ostösterreich

Forschungsprojekt Vamos0

Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine der Hauptursachen für Verluste von Honigbienenvölkern, da sie die Bienen einerseits direkt schwächt und andererseits als Überträger von Viren fungiert. Besonders in städtischen Imkereigebieten mit hoher Bienendichte wird die Varroa-Behandlung durch Reinvasion zusätzlich erschwert, da die Milben vor allem im Herbst aus benachbarten Bienenständen erneut in bereits behandelte Völker eingeschleppt werden können. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden fünf unterschiedliche Methoden zur Varroa-Herbstbehandlung an 200 Bienenvölkern an 35 Standorten in Wien verglichen sowie die Virusbelastung und der Nosema-Befall erfasst.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Wahl der Herbstbehandlung den größten Einfluss auf den Milbenbefall und das Überleben im Winter hatte. Völker, die mit drei Anwendungen von VarroMed behandelt wurden, wiesen im Oktober die höchsten Milbenwerte sowie hohe Verluste im Herbst und Winter auf. Selbst hergestellte Oxalsäurestreifen nach einem Rezept von Randy Oliver waren trotz relativ geringen Milbenbefalls ebenfalls mit hohen Verlusten verbunden. Dagegen schnitten FormicPro, Calistrip Biox sowie Calistrip Biox in Kombination mit VarroMed besser ab.

Eine höhere Dichte von Bienenständen rund um die untersuchten Völker war mit einem stärkeren Milbenbefall im Herbst verbunden, was auf einen erhöhten Reinvasionsdruck hinweist. Die Virusanalysen wiesen Zusammenhänge zwischen Winterverlusten und dem Deformed Wing Virus im Spätsommer sowie dem Chronischen Bienenparalysevirus und dem Black Queen Cell Virus im Oktober auf.

Diese Studie zeigt, dass ein wirksames Varroa-Management ein entscheidender Faktor für die Gesundheit von Honigbienenvölkern und eine erfolgreiche Überwinterung ist.

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  • Endbericht Forschungsprojekt Vamos0
AutorIn:
Elmar Ebner, Matthias Kopetzky, Simon Pree
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